Schloss Schleissheim

Das Schloss in dem bereits die Mozarts musizierten

Die Schlossanlage Schleißheim zählt zu den größten und eindrucksvollsten Residenzen der Wittelsbacher in Bayern. Das Alte Schloss entstand als herzoglicher Landsitz im frühen 17. Jahrhundert. Die barocken Schlossbauten, das monumentale Neue Schloss und das Jagdschloss Lustheim, ließ Kurfürst Max Emanuel (reg. 1680-1726) errichten. Sie umschließen einen der bedeutendsten Barockgärten Europas, den der Kurfürst zusammen mit einem Kanalsystem von französischen Gartenarchitekten realisieren ließ.

Am Zenit seiner Karriere – in den 1690er Jahren – plante Max Emanuel mit seinem Hofbaumeister Henrico Zuccalli ein neues, höchst anspruchsvolles Residenzschloss in Schleißheim. Als ausgreifende Vierflügelanlage sollte es das Alte Schloss seiner Vorfahren einbeziehen. Nach militärischen Niederlagen und der Exilzeit in Frankreich 1704 bis 1715 musste sich Max Emanuel mit der Realisierung des einflügeligen Neuen Schlosses begnügen.

Gleichwohl entstand eines der eindrucksvollsten Barockschlösser Europas. 1701 bis 1704 wurde der Rohbau errichtet. Fassadengestaltung und Innenausstattung entwarf ab 1719 der neue, in Paris ausgebildete Hofbaumeister Joseph Effner im modernsten Stil des französischen Spätbarocks. Als der Kurfürst 1726 starb, war das Neue Schloss gerade vollendet.  

Wo Tradition auf Können trifft